Bewertungsmetriken der Aktienanalyse

Die 20 ValueScope Aktienanalyse-Bewertungsmetriken

Wer Aktien gezielt bewerten und vergleichen möchte, braucht ein klares Verständnis der wichtigsten Kennzahlen und Bewertungskriterien. In diesem Beitrag erfährst du, welche zentralen Metriken ValueScope zur Aktienanalyse heranzieht – von Umsatz- und Gewinnkennzahlen über Liquiditäts- und Stabilitätsindikatoren bis hin zu Bewertungsmaßstäben – und erhältst jeweils eine kurze, verständliche Definition. So weißt du genau, was hinter den Zahlen steckt und wie sie deine Investmententscheidung unterstützen können.

Die 20 Aktienanalyse-Metriken

QUALITÄT

  • ROE (Eigenkapitalrendite): Verhältnis von Jahresüberschuss zu durchschnittlichem Eigenkapital; misst die Rentabilität des eingesetzten Kapitals

  • Free-Cash-Flow-Qualität: Nachhaltigkeit und Stabilität des Free Cashflows; beurteilt, wie zuverlässig das Unternehmen liquide Mittel generiert

  • Economic Moat: Umfang und Nachhaltigkeit von Wettbewerbsvorteilen; bewertet, wie gut ein Unternehmen seine Marktstellung verteidigen kann

  • Debt/Equity-Ratio: Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital; zeigt die finanzielle Hebelwirkung und Verschuldungsgrad

  • Management-Score: Qualitative Bewertung der Führung und Strategieumsetzung; reflektiert Management-Kompetenz und Glaubwürdigkeit

WACHSTUM

  • Umsatz-CAGR 5 Jahre: Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Umsatzes über fünf Jahre; zeigt langfristiges Wachstumstempo

  • EPS-CAGR 5 Jahre: Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Gewinns je Aktie über fünf Jahre; Indikator für Gewinnwachstum

  • EBIT-Margen-Entwicklung: Veränderung der operativen Marge über Zeit; misst Profitabilitätstrend des Kerngeschäfts

  • Reinvestment-Rate: Anteil des Free Cashflows, der wieder ins Unternehmen investiert wird; zeigt Wachstumskapazität

  • F&E-Quote: Forschung-und-Entwicklungsausgaben als Prozentsatz des Umsatzes; misst Innovations- und Zukunftsfähigkeit

KENNZAHLEN (BEWERTUNG)

  • KGV vs. Branche: Kurs-Gewinn-Verhältnis im Vergleich zum Branchendurchschnitt; bewertet relative Bewertungsattraktivität

  • PEG-Ratio: KGV geteilt durch das Gewinnwachstum; berücksichtigt Wachstumsaspekte bei der Bewertung

  • Kurs/Cash-Flow: Aktienkurs dividiert durch den Cashflow je Aktie; Alternative zum KGV auf Cash-Basis

  • EV/EBITDA: Unternehmenswert (Market Cap + Netto-Fremdkapital) geteilt durch EBITDA; bewertet Gesamtunternehmenswert im Verhältnis zum operativen Ertrag

  • Dividendenrendite: Jährliche Dividende je Aktie dividiert durch den Aktienkurs; zeigt Ertragsanteil der Ausschüttung

RISIKO

  • Net Debt/EBITDA: Netto-Fremdkapital geteilt durch EBITDA; bewertet Verschuldungsgrad relativ zum operativen Ertrag

  • EPS-Volatilität: Schwankungsbreite des Gewinns je Aktie über Zeit; Indikator für Ertragsstabilität

  • Beta-Faktor: Sensitivität der Aktienrendite gegenüber dem Gesamtmarkt; misst Marktrisiko

  • ESG-Score: Bewertung nach Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien; spiegelt Nachhaltigkeitsrisiken

  • Regulatorische Risiken: Wahrscheinlichkeit und potenzieller Einfluss von Gesetzes- oder Regulierungsänderungen auf das Geschäftsmodell

Zahlen verstehen, souverän investieren 

Wer Zahlen versteht, investiert souveräner: Mit den hier definierten Qualitäts-, Wachstums-, Bewertungs- und Risiko-Kennzahlen entsteht ein strukturiertes Raster, das Unternehmensprofile vergleichbar macht und Stärken wie Schwächen klar herausarbeitet. Der Mix aus Rentabilitäts- und Cashflow-Qualität, Wachstumsdynamik, relativer Bewertung und Risikoprofil sorgt dafür, dass nicht nur Momentaufnahmen zählen, sondern die Belastbarkeit eines Geschäftsmodells im Zeitverlauf.

ValueScope setzt genau hier an: einheitliche Definitionen, konsistente Messgrößen und transparente Einordnung im Branchenkontext. So lassen sich „teuer“ und „günstig“ ebenso differenziert bewerten wie „stabil“ und „zyklisch“ – mit Blick auf Kapitalrenditen, Margentrends, Reinvestitionen und Verschuldung. Das Ergebnis ist kein Schnellurteil, sondern eine fundierte, vergleichbare Entscheidungsgrundlage: nachvollziehbar, wiederholbar und frei von impliziten Kaufempfehlungen. Wer dieses Set an Metriken konsequent nutzt, verschafft sich mehr Klarheit im Research-Prozess und erhöht die Chance, Qualität zu einem angemessenen Preis zu erkennen – bei transparentem Verständnis der jeweiligen Risiken.

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Bewertungsmetriken der Branchenanalyse