Bewertungsmetriken der Branchenanalyse
Die 20 ValueScope Branchen- und Marktanalyse-Metriken
Wer Branchen und Märkte strukturiert bewerten möchte, braucht klar definierte Kriterien, die Attraktivität, Wettbewerbsdynamik, Potenzial und Risiken messbar machen. In diesem Beitrag erfährst du, welche zentralen Metriken ValueScope für die Branchen- und Marktanalyse nutzt – präzise definiert, vergleichbar angewendet und auf verständliche Einordnung ausgelegt. So entsteht ein konsistentes Raster, mit dem sich Branchenprofile objektiv erfassen und gegenüber Peer-Märkten einordnen lassen – ohne implizite Handlungsempfehlungen.
Die 20 Branchen-/Markt-Analyse-Metriken
MARKTATTRAKTIVITÄT
Marktvolumen in Euro: Gesamtgröße des Marktes pro Jahr; zeigt wirtschaftliche Relevanz und Umsatzbasis.
Jährliche Wachstumsrate (CAGR 5J): Durchschnittliches Wachstum über fünf Jahre; misst strukturelle Dynamik.
Marktsättigungsgrad: Verhältnis von aktuellem Nachfrage-/Angebotsniveau zur potenziellen Marktkapazität; zeigt Restpotenzial.
Profitabilitätsniveau (Durchschnittsmarge): Typische operative Margen in der Branche; Indikator für Wertschöpfungstiefe.
Regulatorisches Umfeld: Intensität und Planbarkeit von Regulierung; bewertet Vorhersehbarkeit und Compliance-Aufwand.
WETTBEWERBSINTENSITÄT
Anzahl relevanter Wettbewerber: Zahl substantieller Marktteilnehmer; Indikator für Fragmentierung.
Marktkonzentration (HHI/CR4): Konzentrationsgrad über Herfindahl-Hirschman-Index bzw. Top-4-Anteile; misst Marktmacht.
Eintrittsbarrieren-Niveau: Investitions-, Technologie-, Know-how- und Regulierungsbarrieren; bewertet Markteintrittswahrscheinlichkeit.
Preiskampf-Intensität: Wettbewerbsdruck auf Preise/Margen; Indikator für Preiselastizität und Differenzierungsgrad.
Produktdifferenzierung: Grad der Leistungs- und Markenunterscheidung; zeigt komparative Vorteile und Wechselkosten.
MARKTPOTENZIAL
Wachstumsprognose (3–5 Jahre): Erwartete Marktentwicklung; Indikator für mittelfristige Nachfragepfade.
Technologische Disruption: Innovations- und Automatisierungseinfluss; bewertet Veränderungstempo und Chancenfenster.
Demografische Trends: Bevölkerungsstruktur und -entwicklung; Einfluss auf Nachfrageprofile.
Internationale Expansion: Export-/Globalisierungschancen; misst Skalierbarkeit über Märkte hinweg.
Cross-Selling-Potenzial: Fähigkeit, Zusatzprodukte/-dienste in bestehenden Kundenkanälen zu platzieren.
MARKTRISIKEN
Konjunkturabhängigkeit: Zyklizität gegenüber gesamtwirtschaftlichen Schwankungen; Indikator für Nachfragerisiko.
Regulatorische Risiken: Eintrittswahrscheinlichkeit und Impact von Gesetzesänderungen; bewertet Planbarkeit.
Technologische Obsoleszenz: Risiko, dass Technologien/Produkte durch Innovationen verdrängt werden.
Substitutionsbedrohung: Verfügbarkeit und Attraktivität von Alternativlösungen; Druck auf Preise und Marktanteile.
Nachfrageschwankungen: Volatilität der Nachfrage durch Saisonalität, Trends, Rohstoffpreise oder geopolitische Faktoren.
Branchen verstehen, Märkte souverän vergleichen
Die Kombination aus Marktattraktivität (Größe, Wachstum, Margen), Wettbewerbsintensität (Konzentration, Barrieren, Differenzierung), Marktpotenzial (Prognosen, Technologie, Demografie) und Marktrisiken (Zyklen, Regulierung, Substitution) bildet ein kohärentes Bewertungsraster. ValueScope setzt dabei auf standardisierte Definitionen, konsistente Messlogik und Peer-basierte Einordnungen – vom reifen Leitmarkt bis zum dynamischen Wachstumssegment. So werden Chancen und Grenzen einer Branche transparent, ohne vorschnelle Urteile: nachvollziehbar, wiederholbar und frei von impliziten Empfehlungen. Wer diese Metriken konsequent nutzt, kann Branchenprofile objektiv vergleichen, strukturelle Treiber erkennen und Risiken im Kontext ihrer Marktmechanik einordnen.
