Bewertungsmetriken der ETF-Analyse
Die 20 ValueScope ETF-Bewertungsmetriken
Wer ETFs gezielt vergleichen möchte, braucht ein klares Verständnis der wichtigsten Kennzahlen und Bewertungskriterien. In diesem Beitrag erfährst du, welche zentralen Metriken ValueScope zur ETF-Analyse heranzieht – von Kosten- und Umsetzungsfaktoren über Struktur- und Qualitätsmerkmale bis hin zu Risikoaspekten – jeweils kurz erklärt und klar definiert. So wird transparent, was hinter den Zahlen steckt und wie sie helfen, ETF-Optionen objektiv einzuordnen.
Die 20 ETF-Analyse-Metriken
KOSTEN
TER (Gesamtkostenquote): Laufende jährliche Fondskosten in Prozent; Kernmaß für die Kostenbelastung.
Tracking Difference: Abweichung der Fondsrendite zur Indexrendite über einen Zeitraum; zeigt die effektive Kosten- und Umsetzungsqualität.
Bid-Ask-Spread: Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs an der Börse; Indikator für Handelskosten und Liquidität.
Replikationsmethode-Effizienz: Effizienz der Indexnachbildung (physisch voll, Sampling, synthetisch); bewertet Reibungsverluste und Umsetzungstreue.
Nebenkosten-Transparenz: Offenlegung und Einfluss zusätzlicher Kosten (Swap-Gebühren, Währungsumrechnung, Wertpapierleihe).
PERFORMANCE
1-/3-/5-Jahres-Performance vs. Index: Renditeabweichung zum Benchmark über verschiedene Horizonte; misst Nachbildungsqualität über die Zeit.
Volatilität vs. Benchmark: Schwankungsintensität relativ zur Indexvolatilität; zeigt Risikoprofil der Umsetzung.
Sharpe-Ratio: Rendite im Verhältnis zur Schwankung (Überrendite je Risikoeinheit); Indikator für risikoadjustierte Effizienz.
Konstanz der Replikation: Stabilität der Abweichungen in unterschiedlichen Marktphasen; bewertet Zuverlässigkeit.
Ausschüttungsstabilität: Regelmäßigkeit und Planbarkeit der Ausschüttungen (bei ausschüttenden ETFs).
STRUKTUR
Fondsgröße (AUM): Verwaltetes Vermögen; Indikator für Etabliertheit und potenzielle Skalenvorteile.
Handelsliquidität: Durchschnittliches Börsenumsatzvolumen; zeigt Handelbarkeit im Sekundärmarkt.
Diversifikation: Anzahl der Positionen und Verteilung über Länder/Sektoren; misst Klumpenrisiken.
Konzentration Top-10: Anteil der größten Positionen am Fondsvermögen; zeigt Konzentrationsgrad.
Indexmethodik: Konstruktion und Gewichtung des Index (Market Cap, Equal Weight, Faktor, ESG-Screening); bewertet Repräsentativität.
RISIKO
Tracking Error: Statistische Schwankung der Abweichung zur Benchmarkrendite; Kernmaß für Replikationsrisiko.
Kontrahentenrisiko: Risiko aus Derivat-/Swap-Nutzung und Wertpapierleihe; vor allem bei synthetischer Replikation relevant.
Währungsrisiko: Anteil ungesicherter Fremdwährungen; bewertet Wechselkurseinflüsse.
Länder-/Sektorkonzentration: Exponierung gegenüber spezifischen Regionen/Branchen; Indikator für zyklische und politische Risiken.
ESG-Integration: Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien; spiegelt Nachhaltigkeits- und Reputationsrisiken.
Zahlen verstehen, ETFs souverän vergleichen
Wer die relevanten ETF-Kennzahlen kennt, vergleicht transparenter: Der kombinierte Blick auf Kosten (TER, Spreads, Tracking Difference), Umsetzung (Replikation, Tracking Error), Struktur (AUM, Diversifikation, Indexmethodik) und Risiko (Währung, Kontrahenten, Konzentration) schafft ein konsistentes Raster für objektive Peer-Vergleiche. ValueScope setzt dabei auf einheitliche Definitionen, konsistente Messgrößen und klare Einordnung im Kategorienkontext (z. B. Welt-, Regionen-, Sektor- oder Themen-ETFs). So werden Handels- und Umsetzungskosten ebenso differenziert erkennbar wie methodische Stärken oder Schwächen des zugrunde liegenden Index. Das Ergebnis ist keine Handlungsanweisung, sondern eine belastbare, standardisierte Entscheidungsgrundlage: nachvollziehbar, wiederholbar und frei von impliziten Kaufempfehlungen. Wer diese Metriken konsequent nutzt, erhöht die Chance, passende ETFs mit effizienter Umsetzung und angemessenem Risikoprofil zu identifizieren – im richtigen Kontext der jeweiligen Peer-Group.
